Leichtlauföl

Leichtlauföl Vorteile: Benzin sparen

Während der Warmlaufphase, z. B. bei häufigen Kurzstrecken/Stadtverkehr und niedrigen Öltemperaturen (gerade im Winter), lässt sich mit Leichtlaufölen Benzin bzw. Diesel sparen. Wer viel Langstrecken fährt, hat dagegen keinen so großen Spareffekt.

Über die Frage, wieviel Kraftstoff man durch Leichtlauföle tatsächlich sparen kann, sind sich anscheinend auch die Experten nicht einig. Es existieren Veröffentlichungen mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen, die teilweise weit über die tatsächliche Einsparung im Alltag hinausgehen.

Lohnt sich Leichtlauföl?

Für Kurzstrecken-/Stadtverkehr kann es sich eher lohnen, als für Langstrecken (s.o.). Leichtlauföl ist teurer als normales Motoröl, sodass man nachrechnen sollte, ob sich der höhere Kaufpreis durch die Ensparung beim Kraftstoff wirklich lohnt.
Dazu kann man  (konservativ) von 1% Spriteinsparung bis (optimistisch) 4% ausgehen und dann die Mehrkosten des Leichtlauföl gegenüber einem normalen Öl sowie die Dauer der Ölwechselintervalle einbeziehen.

K x FE – P1 -P2

(Kraftstoffkosten zwischen zwei Ölwechseln) x Spriteinsparung in % – (Preis Leichtlauföl – Preis normales Öl)

Bleibt am Ende ein positiver Wert, könnte sich der Einsatz des Leichtlauföl lohnen. Wie hoch die Kraftstoffersparnis tatsächlich ist, können am ehesten noch Vielfahrer mit konstantem Fahrprofil nachvollziehen.
Über eine Rückmeldung in den Kommenatren unten, wieviel Sie mit Ihrem Leichtlauföl tatsächlich gespart haben, würden wir uns sehr freuen.
Bonus-Tipp: Das deutlich höhere Einsparpotenzial hat die eigene Fahrweise – gerade im Stadtverkehr.

Leichtlauföl oder normales Motoröl?

Sogenannte Leichtlauföle gewinnen aufgrund hoher Bezin- bzw. Dieselpreise, aber vor allem durch die länger werdenden Ölwechselintervalle (Longlife-Öl) immer mehr an Bedeutung.

Der Begriff Leichtlauföl  ist allerdings weder genormt noch geschützt. Als Leichtlauföl bezeichnet man allgemein Motoröl, das durch Viskositätsabsenkung (abgesenkter HTHS-Wert), die Beigabe von reibungsvermindernden Additiven (friction modifier) und durch Verwendung spezieller Grundöle (Synthetiköl oder Hydrocracköle) Vorteile im Bertieb erzielen soll.

Es gibt zurzeit in den europäischen Ölspezifikationen weder einen festgelegten Motoren- oder Labortest noch Grenzwerte, die ein Leichtlauföl genauer spezifizieren würde (z. B. was die Kraftstoffeinsparung /Fuel Economy betrifft).

Jeder Ölhersteller kann die Bezeichnung „Leichtlauföl“ auf dem Ölkansiter nach eigener Entscheidung verwenden. Wie auch beim Begriff „Synthese“ bzw. „Synthetiköl“ gibt es je nach Ölhersteller unterschiedliche Auffassungen.

Mercedes Benz verlangt z.B. eine Energie- bzw. Kraftstoffersparnis durch die Verwendung des Motoröls von mindestens 1% bzw. 1,7% gegenüber einem Referenzöl, um es als Leichtlauföl freizugeben.

Hochwertige Grundöl (z. B. Synthetiköl oder Hydrocracköle) ermöglichen die Herstellung scherstabiler Leichtlauföle mit hohem Viskositätsindex. Diese niedrigviskosen „fließfreudigeren“ Mehrbereichsöle zeigen aufgrund ihres besseren Kältefließverhaltens geringere viskositätsbedingte Reibungs- und Strömungsverluste, was unter anderem für ein gutes = motorschonendes Kaltstartverhalten sorgt. (Hier finden Sie eine leicht verständliche Erklärung von Viskosität und Viskositätsindex)

Während die gute Fließfähigkeit beim Kaltstart erwünscht ist, sollte das Motoröl Hochtemperaturbereich (z.B. schnelle Autobahnfahrt) nicht zu dünnflüssig sein. Ansonsten könnten sich der Mischreibungsanteil und somit der Verschleiß wieder erhöhen.

Bevor Sie ein Leichtlauföl einsetzen, prüfen Sie unbedingt, ob das Motoröl von Ihrem Autohersteller freigegeben ist.

 

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2 Antworten zu "Leichtlauföl"

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