Ölwechsel: Wie oft? Die Ölwechselintervalle

 

Ölwechsel

Moderne Motoröle werden immer weiter entwickelt, müssen aber dennoch nach einem bestimmten Zeitraum in festen oder flexiblen Intervallen gewechselt werden. Der Grund dafür ist die Verschmutzung des Öls durch Verbrennungsrückstände, der Abbau von Additiven, mechanischer Abrieb sowie die Öl-Alterung und die Verschmutzung durch Staubpartikel.

Deswegen genügt es nicht darauf zu achten, dass der Ölstand passt. Man muss in gewissen Intervallen das gesamte Öl im Motor wechseln. Problematisch ist der Kurzstreckenverkehr, da durch die häufigen Kaltstarts nicht verbrannte Bestandteile des Kraftstoffs das Motoröl verdünnen können und damit die Fließfähigkeit (Viskosität) und die Schmierfähigkeit des Motoröls vermindern.

Beim Diesel können Rußpartikel zu einer Verdickung des Motoröls führen. Gleichzeitig gibt es das Phänomen der Ölverdünnung auch beim Diesel, durch eine nicht abgeschlossene Regeneration des DPF.

Bei Benzinmotoren tritt eine Ölverdickung unter extrem hohen Temperaturen auf. Gerade bei kalten Außentemperaturen ist eine verdicktes Motoröl problematisch, da es den Kaltstart erschwert. Im Kurzstreckenverkehr und den Wintermonaten kann es daher sinnvoll sein, die Ölwechsel-Intervalle zu verkürzen.

Auch wenn manchem Autofahrer die Kosten für den Ölwechsel zu hoch erscheinen: Im Vergleich zum finanziellen Schaden durch verfrühten Motorverschleiß, lohnt sich regelmäßiger Ölwechsel definitiv.

Stefan Heindl

Stefan Heindl ist Fachjournalist und Gründer von AUTO MOTOR ÖL. Seine Laufbahn startete er als Test- und Ressortleiter bei großen Medienhäusern wie Computec (SFT) und Axel Springer (computerbild.de). Sein Fahrzeug-Wissen stammt jedoch nicht nur vom Schreibtisch: Von der Arbeit in der KFZ-Werkstatt bis zur kompletten Restaurierung eines Land Rover Serie 1 steht er selbst an der Hebebühne und hat beim Schreiben sprichwörtlich „Öl an den Händen“. Dieses echte Praxiswissen nutzt er, um komplexe Autothemen wie Schmierstoff-Freigaben verständlich zu erklären – und Autofahrer vor Marketingtricks zu schützen. Sein Spektrum reicht dabei von klassischer Motorentechnik bis zur Elektromobilität. Mehr über Stefan Heindl und seine Arbeit erfahren.

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