Ölverdünnung beim Diesel-Motor mit DPF (Rußpartikelfilter)

Bei Autos mit Dieselmotor und DPF – also einem Partikelfilter – die überwiegend auf Kurzstrecken betrieben werden, kann es zu einem erhöhten Ölstand also einer scheinbaren Ölvermehrung kommen. Das klingt zunächst absurd, da sich Motoröl nicht vermehren kann (leider), hat aber einen erklärbaren Grund: Der Ölfüllstand erhöht sich in bestimmten Fällen durch zusätzlich eingespritzen Treibstoff, der eigentlich für die Reinigung des Dieselpartikelfilters gedacht ist. Das ist schlecht für den Motor, da verdünntes/verunreinigtes Öl den Motor nicht mehr so gut schmiert. Ist der Ölstand zu hoch, kann das Motoröl zudem schaumig schlagen, was die Schmierfähigkeit nochmals reduziert.
Tip: So messen Sie den Ölstand richtig.
Herstellernormen: Motoröl für Russpartikelfilter

Problematisch wird es auch, wenn das Öl aufgrund zu hohen Ölstandes durch die Kurbelwellenentlfütung in den Luftfilterkasten gedrückt wird.

 

Ölverdünnung Diesel DPF

Bei Dieselmotoren kann es im Kurzstreckenbetrieb zu Ölverdünnung kommen.

Wie ensteht die Ölvderünnung im Dieselmotor?
Je feiner ein Partikelfilter (DPF) ist, desto schneller kann er verstopfen. Ist der Filter verstopft, fährt das Auto nicht mehr. Die modernen, sehr feinen Rußpartikelfilter müssen in bestimmten Intervallen gereinigt werden (Regeneration), damit sie nicht verstopfen.Dazu werden die Partikel im Filter schlicht und einfach verbrannt. Die Filterreinigung dauert etwa zwischen zehn Minuten und einer halben Stunde. Bei einigen Fahrzeugen spritzt man dazu automatisch bestimmte Additive ein, die das Verbrennen erleichtern. Problematisch wird das alles dann, wenn das Auto überwiegend im Kurzstreckenbetrieb bei geringen Geschwindigkeiten bewegt wird: Hier erreicht der Motor die zum Abbrennen der Partikel nötigen Temperaturen meist nicht nicht. Die Hersteller spritzen deswegen zusätzlichen Kraftstoff in den Motor ein, der die Reinigung unterstüzen soll. Der eingespritze Diesel-Kraftstoff wird aber nicht immer komplett verbrannt und kann so ins Motoröl gelangen und dieses verdünnen.

Wie gefährlich ist verdünntes Öl?
Wird das Motoröl durch Dieselkraftstoff verdünnt, so sinkt die Viskosität des Öls – es wird dünnflüssiger und kann den Motor gerade bei höheren Temperaturen nicht mehr so gut schmieren. Die Autohersteller machen leider keine exkaten Aussagen, ab welchem Grad der Verdünnung Gefahr für den Motor droht. Generell gehen Experten davon aus, dass ein Verdünnungsgrad des Motoröls von bis zu 10% für den Dieselmotor kein Problem darstellt.

Ölverdünnung – was tun?
Das beste Mittel, die Ölverdünnung in den Griff zu bekommen, ist die regelmäßige Ölkontrolle. Das gilt vor allem dann, wenn das Auto viel auf Kurzstrecken gefahren wird. Bei der Ölkontrolle ist es wichtig, nicht nur auf einen zu niedrigen sondern eben auch auf einen zu hohen Ölstand zu achten. Ist der Ölstand viel zu hoch, sollte man sich am besten an die Werkstatt des Vertrauens wenden, die das Problem dann – meist durch einen Ölwechsel behebt – und gleichzeitig prüfen kann, ob Gefahr für den Motor droht.

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15 Antworten zu "Ölverdünnung beim Diesel-Motor mit DPF (Rußpartikelfilter)"

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